Berufen als Schulbruder oder Lehrschwester?

Damit die zukünftigen Generationen den dreifaltigen Gott kennen und lieben können, ist es unabdingbar, dass die Erwachsenen den katholischen Glauben nicht nur durch Worte weitergeben, sondern ihn auch durch das Beispiel eines Lebensstils bezeugen, der geprägt ist vom klaren Streben nach christlicher Vollkommenheit und Heiligkeit.

Im Laufe der Geschichte haben unzählige Christen diese Notwendigkeit verstanden und sich entschlossen Gott im Kinder- und Jugendapostolat zu dienen. Viele Männer und Frauen haben auf einen Lohn und auf eine Familiengründung verzichtet, um sich der Arbeit in katholischen Schulen zu widmen: „gratis et amore Dei“ (d.h. kostenlos und aus Liebe zu Gott). Wir kennen sie als Jugendpriester, Lehrbrüder oder Schulschwestern, die über Jahrhunderte hinweg eine immense kulturelle und religiöse Aufbauarbeit geleistet haben.

Ganz besonders heute brauchen wir wieder katholische Lehrerpersönlichkeiten, für welche die Erziehungstätigkeit nicht einfach bloß ein Broterwerb, sondern ein Apostolat ist; das Lehrerpult darf nicht nur ein Arbeitsplatz sein, sondern vor allem ein Altar, auf dem sich die Lehrperson für das Heil und Wohlergehen ihrer Schüler selbstlos und uneigennützig aufopfert.

Jeder katholische Jugendliche muss sich ernsthaft die Frage stellen, ob seine Lebensaufgabe im christlichen Dienst an der Jugend liegen könnte. In der Tradition (d.h. in dem Teil der Kirche, welcher den Novus Ordo Missae ablehnt und auf die Probleme hinweist, welche der Kirche seit dem 2. Vatikanischen Konzil Schaden zufügen) gibt es bisher noch keine genügende Vielfalt an Ordensgemeinschaften oder Säkularinstituten, welche den Schuldienst als Hauptaufgabe haben.

Solltest Du auf der Suche nach einer traditionsverbundenen Gemeinschaft mit einem speziellen pädagogischen Charisma sein (z.B. allgemein- oder berufsbildende Schulen, Pfadfinder, Behindertenbetreuung, Katechismuspastoral, Studenten- und Lehrlingsseelsorge etc.), bringen wir Dich gerne in Kontakt mit anderen Personen, die ein ähnliches Apostolatsfeld suchen.

 

 

Was sind die Kennzeichen einer möglichen Berufung zum Jugendapostolat?

– richtige Absichten (Lob Gottes vermehren & den Menschen auf ihrem Weg zu Gott helfen)
– übernatürlicher Geist (alles im Licht des Glaubens sehen)
– Bereitschaft zur ehelosen Keuschheit und zum Verzicht auf ein Leben in der Komfortzone
– Fähigkeit sich in eine hierarchisch organisierte Gemeinschaft zu integrieren und deren Regeln zu mitzutragen
– Geordnetes Gebetsleben und regelmässiger Sakramentenempfang
– Hochschulreife, Fachstudium oder abgeschlossene Berufslehre
– positive Erfahrungen im Erziehungssektor

Welches sind Kriterien, die gegen eine Berufung im Jugendapostolat sprechen?

– Mangel an psychischer Reife und emotionaler Ausgeglichenheit
– pädophile, ephebophile oder homosexuelle Tendenzen
– zu wenig Gebet- und Bussbereitschaft

Welche Schritte helfen die Frage der Berufung gut zu klären?

– um Rat fragen (z.B. einen Priester, einen guten Freund, Familienmitglieder)
– einen Schnupperaufenthalt in den verschiedenen Gemeinschaften organisieren, die in Frage kommen
– allfällige weitere Schritte mit dem / der Oberen vereinbaren